Gestern Abend fiel endlich der ersehnte Regen. Zum ersten Mal in diesem Jahr roch die Erde nach Frühling.
Nach dem ich B. abgeholt habe, sind wir mit dem Bus nach Steglitz in die Buchhandlung gefahren. B. fand sofort ein Buch für sich, ich dagegen streifte durch die Gänge zwischen den Büchertischen mehr als ratlos. Eigentlich mag ich keine Romane kaufen und kaufe sie äußerst selten, die ich dann nur ein einziges Mal lesen werde. Das weißt oder wenigstens erahnt man komischerweise schon mal im Vorfeld. Andererseits habe ich schon die meisten Bücher, die ich besitzen wollte (und will) und unglücklicherweise fiel mir kein Wunschbuch mehr ein. Da mich der „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini regelrecht von jeder Seite anlächelte, nahm ich es doch mit. Es war eine Art Frustkauf, Lustkauf, spontan und ungeplant, gar nicht mir ähnlich. Ich freue mich aber doch und das Buch legte jetzt unter das „Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse neben meinem Laptop, stets griffbereit und wie ein erregender Fetisch.